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Ein Tag in Casablanca: Sehenswürdigkeiten & Tipps

Casablanca und wir, das war leider keine Liebe auf den ersten Blick. Und auch nach einem Tag in der größten Stadt Marokkos müssen wir zugeben: So richtig warm wurden wir mit Casablanca leider nicht. Von allen Orten, die wir in Marokko besucht haben, ist Casablanca jener, der uns am wenigsten gefallen hat.

Dennoch muss einfach gesagt sein: Eines der eindrucksvollsten Bauwerke ganz Marokkos befindet sich in Casablanca: Die Dimensionen der Hassan-II.-Moschee sind unwirklich. Viele Reisende nutzen Casablanca außerdem als Start- oder Endpunkt ihrer Marokko-Rundreise, denn hier befindet sich der wichtigste Flughafen des Landes.

Falls du also auch einen Aufenthalt in Casablanca planst und dich fragst, was dich dort so erwartet: In diesem Blogartikel verraten wir dir es. Du findest hier außerdem unsere Tipps, was du an einem Tag in Casablanca so alles sehen und erleben kannst.

Hoteltipp Casablanca

1. Casablanca: Erwartungen und Realität

Ganz ehrlich: Wir hatten komplett falsche Vorstellungen von Casablanca. Irgendwie hatten wir uns vom romantisch klingenden Namen in die Irre führen lassen. Wir hatten nette Kaffeehäuser erwartet, authentische Restaurants, hübsche Gässchen, orientalisches Flair. Unsere Erwartungen, die passten nur leider so gar nicht zur Realität.

Das wichtigste Learning für uns: Casablanca ist eine Finanz-Stadt. Casablanca ist das wirtschaftliche Zentrum und die größte Stadt in Marokko. 3 Millionen Menschen leben in Casablanca. Das Stadtbild Casablancas ist eher von grauen Hochhäusern als von charmanten alten Bauwerken geprägt.

Und das bedeutet leider auch: Das orientalische Flair fehlt fast komplett. Es gibt zwar eine Medina, aber die ist nicht einmal ansatzweise mit jener in Marrakesch oder Fès zu vergleichen.

Dafür jedoch wartet in Casablanca eine Sehenswürdigkeit der Superlative auf dich: die Hassan-II.-Moschee. Wir würden mal behaupten: Allein schon für den Anblick dieses gigantischen Bauwerks lohnt sich ein Zwischenstopp in Casablanca. Der Rest von Casablanca hat uns leider nicht überzeugt.

Aber wie immer gilt: Wir berichten nur von unserer persönlichen Erfahrung. Nur, weil wir nicht begeistert von Casablanca waren, heißt das noch lange nicht, dass das für alle gilt. Am besten du machst dir selbst ein Bild.

2. Ein Tag in Casablanca: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten & Tipps

Hassan-II.-Moschee: Die größte Moschee Afrikas

Wenn es nur eine einzige Sehenswürdigkeit in Casablanca gibt, die du besichtigst, dann muss es unbedingt die Hassan-II.-Moschee sein. Die Dimensionen dieser Moschee, die übrigens direkt an der Küste liegt, sind unbegreiflich.

Sie ist nicht nur eine der größten Moscheen der Welt, sondern das Minarett der Moschee ist auch das zweithöchste weltweit. Wenn man einmal davorsteht, traut man seinen Augen kaum, so gigantisch wirkt dieses Bauwerk. Die Hassan-II.-Moschee ist eine von nur zwei Moscheen in Marokko, die von Nicht-MuslimInnen besichtigt werden kann.

Leider kann man die Innenräumlichkeiten der Moschee nur im Rahmen einer Führung besichtigen. Führungen finden täglich zu bestimmten Uhrzeiten in jeweils mehreren Sprachen statt. Der Wermutstropfen: Die Gruppen sind wirklich groß. Wir waren geschätzt 50 Leute in unserer Gruppe. Da geht natürlich ein wenig Flair verloren.

Infos zum Besuch der Hassan-II.-Moschee

Eintritt: 130 Dirham
Führung: Die Moschee kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Die jeweiligen Uhrzeiten findest du auf der Website: Hassan-II.-Moschee

Casablanca Tipps
Casablanca Moschee
Hassan II Moschee

Quartier Habous: Die neue Medina

Das vermutlich schönste Viertel Casablancas trägt den Namen Quartier Habous. Das Viertel wurde in den 20er Jahren unter französischer Kolonialherrschaft angelegt und ist auch als Neue Medina bekannt.

Das Quartier Habous erinnert ein bisschen an einen Souk (also einen Markt) – einen sehr gemütlichen allerdings. Du findest viele unterschiedliche Shops, in denen es unter anderem Gewürze, Souvenirs und Handwerk zu kaufen gibt. Falls du etwas kaufen möchtest: Handeln nicht vergessen! In Marokko ist es üblich, dass der Endpreis nur maximal 50 Prozent vom Anfangsgebot des Händlers ausmacht.

Unser Tipp: Die allerbeste Patisserie Casablancas, die Patisserie Bennis Habous, befindet sich ebenfalls in diesem Viertel. Wenn du hier her kommst, musst du Marzipan entweder ganz arg verabscheuen oder dich in Disziplin üben. Ansonsten wird es passieren, dass du den Laden – genau wie wir – mit einer riesigen Box voller Mandel- und Marzipan-Kekse verlässt. So gut!

Ebenfalls einen Besuch wert ist der orientalische Palast namens Mahkama du Pacha. Wenn du orientalisches Flair in Casablanca suchst, dann bist du hier richtig. In diesem Stadtpalast warten wunderschöne Mosaike und Schnitzereien auf dich – ein herrliches Fotomotiv. Bezüglich des Zutritts herrscht übrigens Uneinigkeit: Oft ist davon zu lesen, dass der Palast nur mit einem Führer besichtigt werden kann. Gegen ein wenig Trinkgeld könnte es aber sein, dass dich der Wachmann hineinlässt, damit du in Ruhe ein paar Fotos machen kannst.

Morocco Mall

Das moderne Einkaufszentrum mit dem passenden Namen Morocco Mall ist einer jener Orte, die man so gar nicht in einem Land wie Marokko erwarten würde. Hier prallen wirklich Welten aufeinander. In der Morocco Mall fühlen sich die engen, teils schmutzigen Gassen Casablancas plötzlich sehr fern an.

Das Einkaufszentrum könnte genauso gut in jeder anderen Weltstadt stehen. Dass man sich in Marokko befindet, kann man maximal an der Kleidung der Besucherinnen erahnen. Unser Fazit: Kann man gesehen haben, muss man aber nicht.

Morocco Mall

3. Hotel-Tipp für Casablanca

Anders als in anderen Teilen Marokkos ist das Hotel-Angebot in Casablanca eher auf Geschäftsreisende ausgerichtet. Du findest in Casablanca daher überdurchschnittlich viele große, teilweise sehr unpersönliche Hotels und leider nur sehr wenige wirklich individuelle Unterkünfte.

Wir haben aber einen guten Tipp für dich: das Hotel Barcelo Anfa Casablanca. Dieses moderne Stadthotel ist wirklich sehr zu empfehlen. Die Zimmer sind großzügig, komfortabel und sehr geschmackvoll eingerichtet – einfach zum Wohlfühlen. Auch die Betten sind sehr bequem.

Es gibt einen sehr netten Poolbereich und auch das Frühstück-Buffet kann sich sehen lassen. Fazit: Super Preis-Leistungs-Verhältnis und eine sehr gute Wahl, falls du in Casablanca übernachten möchtest.

Hier kannst du das Hotel buchen: Barcelo Anfa Casablanca


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Warst du schon einmal in Casablanca? Wie hat es dir gefallen? Waren deine Erwartungen ebenfalls zu hoch oder hast du Casablanca vielleicht ganz anders erlebt? Wir freuen uns auf deinen Kommentar mit deinen zusätzlichen Tipps!

7 Kommentare

  1. Step

    Wie schon kurz erwähnt, muss ich mich Monikas Kommentar hier anschließen – auch ich fand Casa zwar nicht schön aber doch irgendwie sehr interessant und die Kontraste sehr erstaunlich. Ich mochte, dass es im Gegensatz zu anderen Landesteilen sehr wenig touristisch ist. Und ich fand es gar nicht staubig oder schmutzig – das mag aber wohl daran liegen, dass es mein erster Berührungspunkt mit Marokko war, und das direkt aus Ghana, Togo und Benin kommend. Da erscheint wohl (mit Ausnahme Indiens vielleicht) Alles organisiert, ruhig und sauber….

  2. Sabrina

    Ich war bis jetzt nur in Marrakesch und fand es wunderbar. Aber von Casablanca hab ich bis jetzt nur schlechtes bzw. nicht so Gutes gehört. Viele Freunde, die dort waren konnten mit der Stadt überhaupt nichts anfangen aus genau denselben Gründen!

    1. Sommertage

      Huch, da sind wir ja beruhigt, dass wir nicht die einzigen sind ;)
      Liebe Grüße
      Kathi

    2. Monika

      Spannend, wie ihr Casablanca empfunden habt! Klar, der Smog ist schlimm, aber es gibt doch einiges zu sehen. Direkt neben der großen Moschee ist ein komplett neues Stadtviertel entstanden, Casablanca Marina, mit ganz viel moderner Architektur – hier prallen wirklich Welten aufeinander. Das Quartier des Habbous gefällt mir sehr gut, auch wenn es nicht ganz so viel Charme wie die Souks von Marrakesch hat. Im Stadtzentrum kann man viel Jugendstilarchitektur aus der Kolonialzeit sehen. Leider sind die Bauten oftmals arg verfallen. Und dann: der Marché Central, der zentrale Markt. Direkt davor fährt mittlerweile auch eine Straßenbahn, und zwar direkt zur Corniche, zur Strandpromenade. Und dann gibt es noch viel Streetart, vor allem rund um Bab Marrakech. Dort ist auch mein Lieblingscafé, das Café de France. Morocco Mall ist in meinen Augen langweilig, aber die ganzen Luxusboutiquen in einem Dritte-Welt-Land sind schon bemerkenswert. Man sieht an Casablanca sehr deutlich, wie weit die Einkommensschere auseinanderklafft.

      1. Sommertage

        Hallo liebe Monika,
        vielen Dank für deinen Kommentar! :) Es war vermutlich der falsche Zeitpunkt (letzter Stopp auf unserer Reise) und auf jeden Fall auch die falschen Erwartungen, mit denen wir damals nach Casablanca gekommen sind. Wir werden Casablanca mit Sicherheit noch einmal besuchen. Beim zweiten Besuch sieht man eine Stadt ja immer mit anderen Augen. Wir sind jetzt schon gespannt auf das moderne Viertel, von dem du erzählst. Dein Lieblingscafé besuchen wir dann auch, versprochen! ;) Die Sache mit der Einkommensschere können wir absolut bestätigen. Das ist uns auch ganz arg aufgefallen.
        Liebe Grüße,
        Kathi & Romeo

  3. Gudrun

    Manchmal passierts halt, dass man mit einer Stadt nichts anfangen kann, aber trotzdem habt ihr tolle Fotos mitgebracht!

    1. Sommertage

      Da hast du recht, liebe Gudrun. Danke für deinen Kommentar!
      Liebe Grüße
      Kathi

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